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Erste Halbzeit verschlafen

Die Stäfner U19-Junioren verschlafen die erste Halbzeit in Gossau komplett. Eine ansprechende zweite Hälfte mit fulminanter Aufholjagd reicht am Ende nicht, um weitere Punkte einzufahren. Stäfa verliert das Auswärtsspiel deshalb unnötig 26:29.

Die Absichten waren klar. Mit den zuletzt starken Auftritten in Bern und Basel wurden zurecht Ambitionen geweckt, um auch Fürstenland zu punkten und sich für die Heimniederlage zu revanchieren. Dafür bräuchte es aber eine überzeugende Leistung von Beginn weg. Die gelang leider nicht. Gossau war in der ersten Hälfte den Stäfner U19-Junioren in allen Belangen überlegen. Diese zeigten sich ob dem Tempohandball und der offensiven Dynamik der Gossauer Angreifer oft überfordert, was in der Startphase in vielen Zeitstrafen mündete. Stäfa konnte froh sein, dass sich der Rückstand zur Halbzeit mit 11:17 noch einigermassen in Grenzen hielt.
Wieder einmal musste eine Aufholjagd gestartet werden. Und wieder einmal musste Coach Bienz seine Stäfner Jungs in der Garderobe deutlich wecken. So zeigte sich nach dem Pausentee ein komplett anderes Spiel. Die Torhüter Ramos und Rüedi sorgten mit vielen tollen Paraden plötzlich für Aufsehen und vorne kamen Schmidt und Rinderknecht immer besser ins Spiel. In der 50. Minute stand das Skore nur noch bei 25:24. Insbesondere Markus "Kusi" Rüedi sorgte mit seinem gelungenen U19-Elite-Debut dafür, dass sich Stäfa plötzlich doch noch Chancen auf Punkte ausrechnen konnte. Das Momentum schien in dieser Phase auf die Stäfner Seite zu kippen. Doch dann wechselte Gossau frische Angriffsspieler ein, welche ihre Wirkung sofort zeigen sollten. Das Coaching-Duo Bienz/Baumgartner reagierte zu spät und fand darauf keine passenden taktischen Antworten mehr. Die Kräfte der teils angeschlagen angetretenen Stäfner liessen ebenfalls merklich nach. Als Folge darauf, zogen die Gossauer blitzschnell wieder auf vier entscheidende Tore davon. Das Heimteam liess sich die Sahne nicht mehr von der Torte streichen und sicherte sich die beiden Punkte. So verliert das U19-Elite am Ende unnötig aber letztlich verdient mit 26:29.

Will Stäfa im Abstiegskampf weiterhin die Oberhand behalten, so braucht es dazu nicht nur das volle Engagement aus der zweiten Hälfte, sondern auch eine konstante Leistung über 60 Minuten. Wer aber derart träge in ein Spiel startet, der muss sich am Ende nicht wundern, wenn fulminante Aufholjagden nicht immer belohnt werden. Einfacher werden die zukünftigen Aufgaben kaum. Im nächsten Spiel wartet mit Pfadi Winterthur der aktuellen Leader der U19-Elite. Wollen die Stäfner auch nur ansatzweise eine Überraschung in Betracht ziehen, so ist mal wieder eine deutliche Reaktion gefordert. Dass die Jungs dies draufhaben, bewiesen die Spiele gegen Bern und Basel. Deshalb heisst es, aus der Niederlage die Lehren ziehen, das Spiel abhaken und den Fokus so schnell wie möglich wieder nach vorne richten.
Autor: Fabian Baumgartner