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Starke Reaktion gegen Volketswil

Nach der bitteren Niederlage gegen Lokalrivale Meilen am letzten Samstag hatte Handball Stäfa am Mittwoch gegen den SC Volketswil die Chance, auf die Siegerspur zurückzufinden. Die Gelb-Schwarzen taten dies in beeindruckender Manier. Das Resultat von 36:23 für Stäfa spiegelt den Spielverlauf gut wider.

Von Anfang an zeigten die Hausherren, dass sie an diesem Mittwochabend nur schwer zu bezwingen sind. Im Angriff spielten sie abgeklärt und brachten die im Training einstudierten Spielzüge routiniert im gegnerischen Tor unter. Auch in der Defensive standen die Seebuben sicher und mussten sich nur einzelnen Durchbrüchen durch die Volketswiler beugen. Bezeichnend für die solide Verteidigung ist, dass die Volketswiler nur einmal in der 2. Minute auf 1:1 ausgleichen konnten, danach dominierten die Stäfner das Spiel und gerieten nie mehr in Bedrängnis. In den ersten zehn Minuten konnten die Gastgeber auf ihre Routiniers Locher, Gollob, Mörgeli und vor allem Topscorer Meier zählen, welche mit ihren Toren auf 7:3 erhöhten. Vor allem gegen den wurfgewaltigen Claudio Meier fanden die Gäste aus Volketswil das ganze Spiel lang keine Lösung. Zehn Tore konnte sich der Shooter an diesem Mittwoch gutschreiben lassen. Beim Stand von 9:4 nahm der Trainer der Gäste Bernhard Wintsch - einst selbst in Stäfa aktiv - sein erstes Timeout um seine Spieler nochmals neu einzustellen. Doch auch die Manndeckung gegen Meier zeigte wenig Wirkung. Die Stäfner fanden ein ums andere Mal die Lücke und zogen bis zur Pause vorentscheidend mit 19:13 davon.

Nach der Pause zogen die Seebuben ihre schwächste Phase des Spiels ein. Im Angriff spielten sie nicht mehr so konsequent wie in der ersten Hälfte und luden den SC Volketswil zu Gegenstössen ein. So konnten die Gäste in der 40. Minute auf 21:17 verkürzen. Doch die Stäfner liessen sich davon nicht beirren. Playmaker Andreas Kiener, Daniel Schmid und Claudio Meier stellten den alten Vorsprung wieder her. In der 45. Minute stand es 26:18 für das Heimteam. Die Volketswiler konnten sich von diesem Schlag nicht mehr erholen. Auch, weil der junge Stäfner Keeper Markus Rüedi einen Sahnetag erwischte und die gegnerischen Würfe ein ums andere Mal entschärfte. 47% aller Würfe hielt der Stäfner Schlussmann, eine Weltklasse Quote für einen Handballtorwart.

So siegte Handball Stäfa schlussendlich ungefährdet. Schon am nächsten Samstag geht die englische Woche der Stäfner weiter. Das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen bestreiten sie am Samstag 30.11.19 auswärts in der Halle Stettbach gegen Schwamendingen. Die Stadtzürcher bestreiten bisher eine klasse Saison und gelten deshalb als klarer Favorit in dieser Begegnung. Doch wenn die Stäfner wieder eine solche Leistung abrufen können, sind auch in Zürich Punkte für die Seebuben zu holen.

Autor: Florian Mörgeli