M2_1920.jpg

Grandioser Sieg in Effretikon

Am vergangenen Samstag traten die Herren 2. Liga von Handball Stäfa auswärts in Effretikon an, um endlich den zweiten Saisonsieg einzufahren. Der Stäfner Trainer Thomas Gschwend analysierte die Situation nach der knappen Niederlage gegen die Red Dragons Uster und verzichtete daraufhin auf Verstärkungen aus der 1. Mannschaft. Mit dieser Massnahme wollte er die erfahrenen Spieler des Zwei wieder vermehrt in die Verantwortung nehmen und den Teamzusammenhalt stärken. Diese Taktik ging vollends auf. Die mitgereisten Stäfner Fans sahen eine sehr engagierte und kämpferische Stäfner Mannschaft. Die Spieler feuerten einander an und trieben sich so zu Höchstleistungen. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung durften die Seebuben einen verdienten 31:25-Sieg feiern.

Schon zu Beginn der Partie rissen die Stäfner das Zepter an sich und konnten bis zur 15. Minute mit 11:7 davonziehen. Sowohl die Deckungsarbeit als auch der Angriff der Stäfner vermochte dabei zu überzeugen. Bruno Grimm, der Coach des Heimteams, nahm ein Time-out. Seine Spieler fingen sich etwas. Und so konnten die Effretiker zumindest verhindern, dass der Rückstand weiter anwuchs. Zur Pause stand es 14:18 aus Sicht des Heimteams.

Grimm fand offenbar die richtigen Worte in seiner Halbzeitansprache. Die Effretiker traten zu Beginn des zweiten Durchgangs keck auf und kamen bis auf einen Treffer heran. Nun war es am Stäfner Coach Gschwend zu reagieren. Er nahm bereits nach acht Minuten der zweiten Hälfte seine Auszeit und erinnerte die Stäfner an ihre Stärken. Auch seine Worte verfehlten ihre Wirkung nicht. Die Stäfner peitschten sich wieder gegenseitig an und konnten sich in der Verteidigung auf den starken Goalie Severin Dürr verlassen. Im Angriff zeigten die beiden Rückraumstrategen Andreas Kiener und Claudio Meier ihre Klasse. Mit fünf beziehungsweise acht Treffern trugen sie massgeblich zum Stäfner Sieg bei.
Aus einem 21:20 machten die Stäfner innert Kürze ein 26:20. Ein zu harter Schlag für die Effretiker, welche nun nicht mehr reagieren konnten.

So konnten die Stäfner nach dem Match auf einen Sieg vor allem aber auf eine klasse Mannschaftsleistung anstossen. Diese Welle gilt es nun weiterzureiten. Mit dem HC Küsnacht spielen die Stäfner aber ihr nächstes Spiel gegen einen bärenstarken Gegner, gespickt mit ehemaligen NLA- und sogar Nationalmannschaftsspielern. Letzte Saison brachte man die Küsnachter an den Rand einer Niederlage. Vielleicht liegt dieses Jahr ja sogar noch mehr drin.

Autor: Florian Mörgeli