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Trotz Penaltyschwäche gewonnen

Handball Stäfa benötigt gegen GC Amicitia / Küsnacht 40 Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Schliesslich bezwingen die Gastgeber den Aufsteiger 27:26, obwohl sie vier Penaltys nicht verwerten können.

Abstimmung in der Defensive der Stäfner stimmte zu Beginn überhaupt nicht. Trotz einer frühen Überzahl gerieten die Gelbschwarzen so mit zwei Toren in Rücklage. Diesem Rückstand hinkten die Gelbschwarzen während der gesamten ersten Halbzeit hinterher. Die Aufholjagd bremsten sie mit allein in den ersten 30 Minuten drei verworfenen Penaltys gleich selbst. Kurz vor der Pause verwandelte Flurin Platz einen Flieger zur erstmaligen 3-Tore-Führung der Gäste. Der eben eingewechselte Luc Honegger verkürzte zur Pause immerhin auf 11:13.

Frischer Wind von der Bank

Stäfas Coach Philip Seitle war sichtlich angefressen. Er beordert für die zweite Halbzeit die arrivierten Müller, Rinderknecht, Vernier und Gretler auf die Bank, stattdessen beorderte er Honegger und Zimmermann in den Rückraum sowie Martis an den linken Flügel und Zeller an den Kreis. Es dauerte keine acht Minuten, bis die Halle explodierte. Goalie Ramon Kusnandar lancierte nach einer Parade Francesco Ardielli im Gegenstoss. Der Linkshänder verlud Platz mit einem Anklebreaker und traf zum 15:15-Ausgleich. Mit zwei weiteren Paraden gegen Routinier Gian Grundböck ermöglichte Kusnandar seinen Vorderleuten den ersten Führungstreffer. Dieser gelang Zeller auf Vorarbeit von Honegger. «Wir kennen uns schon länger und verstehen uns fast blind», sagte der Passgeber, der in der Folge auch bei den Siebenmetern Verantwortung übernahm und sämtliche drei Versuche verwertete. Folgerichtig wurde der 18-Jährige zum Best Player ausgezeichnet.

Bis am Schluss gezittert

Die beiden Punkte musste sich die Stäfner unter den Augen der jüngsten Junioren, welche als Einlaufkids fungierten, gegen den Aufsteiger aber hart erkämpfen. Das 24:21 durch Ardielli neun Minuten vor Schluss bedeutete die erstmalige 3-Tore-Führung – aber noch nicht die Vorentscheidung. Nach dem 26:23 durch Topscorer Müller viereinhalb Minuten vor Schluss warf GC Amicitia nochmals alles in die Waagschale und kam auch dank der Paraden des QHL-erprobten Roman Bachmann nochmals heran.
«Wir waren das bessere Team, haben aber nicht das umgesetzt, was wir uns im Training vorgenommen hatten», sagte Honegger. Die richtigen Emotionen hätten sie erst in der zweiten Halbzeit ins Spiel gebracht.

NLB: Handball Stäfa - SG GC Amicitia / HC Küsnacht 27:26 (11:13)
Frohberg. 421 Zuschauer. SR: Baumann/Nasseri-Rad. – Torfolge: 0:2, 2:3, 3:5, 5:7, 7:7, 8:10, 10:11, 10:13, 11:13; 13:13, 14:15, 16:15, 18:16, 20:19, 22:21, 24:21, 26:23, 26:25, 27:26. – Strafen: 5-mal 2 Minuten inklusive Disqualifikation C. Zimmermann (60.) gegen Stäfa, 7-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia. – Stäfa: Frei (6 Paraden) / Kusnandar (6); Kägi, Bächtiger (3), Ardielli (5/1), Müller (5), Vernier, Honegger (6/3), Martis (3), Zeller (2), Stocker, Rinderknecht (3), C. Zimmermann, Gretler. – GC Amicitia: Bachmann (14 Paraden)/Cachin; R. Zimmermann, Hayer (4), Grundböck (6/4), Trachsler (1), Bader (4), Ben Mustapha, Balsiger (3), Kummer (2), Platz (3), Gottardi (2), Tran (1), Schaub. – Bemerkungen: Time-outs: Stäfa (21./8:9, 40./15:15, 55./24:22); GC Amicitia (28./10:12, 47./20:18, 51./24:21). Best Player: Honegger (Stäfa) und Bachmann (GC Amicitia). 16. Müller wirft Penalty an die Latte, verwandelt den Nachschuss zum 7:7. 23. Bachmann hält Penalty von Müller (8:10). 28. Bachmann hält Penalty von Stocker (10:12). 37. Bachmann hält Penalty von Ardielli (14:15).

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Die Stäfner, im Bild Moritz Bächtiger, liefen mit Einlaufkids aufs Feld.

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Leander Zeller war am Kreis ein steter Unruheherd.

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Die Best Player Roman Bachmann und Luc Honegger. Die Auszeichnung erfolgte durch Nicola Eichenberger von der Mobiliar und Markus Lüssi (Handball Stäfa)

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Gruppenbild mit dem NLB-Team und den Einlaufkids aus dem U7 bis U11.