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Plan zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes

Die Handballerinnen und Handballer von Handball Stäfa brennen darauf, auf allen Stufen wieder richtig Handball trainieren zu können. Auch eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes, welche der Schweizerische Handball-Verband (SHV) vorbereitet, wird grundsätzlich begrüsst.

U13 und U15 startklar
Am klarsten ist die Situation bei all denjenigen Teams, deren Spieler nicht älter als 16 Jahre sind. Mindestens im Kanton Zürich durften die Kinder dieser Altersgruppe in den letzten Monaten fast uneingeschränkt trainieren. Sie wären jederzeit bereit, auch wieder Wettkämpfe zu bestreiten.

Vorlaufzeit in der Halle nötig
Anders sieht es bei den älteren Junioren von U17 an aufwärts und bei den Aktiven aus. Hier wurden die Restriktionen nach dem Meisterschaftsunterbruch immer härter und diese Sportlerinnen und Sportler haben seit vielen Wochen weder in der Halle trainieren, noch sich im Kraftraum körperlich fit halten können. Ausdauertrainings und Fitnessprogramme, zum Teil online angeboten, ersetzen eine Vorbereitung auf den Wettkampfalltag keinesfalls zureichend. Mindestens drei, vier Wochen lang, da sind sich die Trainer einig, müsste vor den ersten Spielen regulär trainiert werden können.

Belastungssteuerung schwierig
Innert kurzer Zeit sieht der Plan des SHV viele Spiele vor. Im Breitensport mag das verkraftbar sein. Im Elitebereich ist es dagegen so, dass zu Förderzwecken die Talente oft in mehr als einem Team spielen. Die stärksten U17-Junioren kommen beispielsweise auch im U19 zum Einsatz.

Spielen, aber ohne Wertung
Die Mehrheit des Trainer-Staffs von Handball Stäfa erachtet es nicht als sinnvoll, die Meisterschaft zu werten, also auf zum Teil fragwürdige Weise und aufgrund weniger Spiele Auf- und Absteiger zu bestimmen. Unter dem Druck, den Ligaerhalt unbedingt zu schaffen, würden vermutlich Spieler übermässig forciert und das Verletzungsrisiko wäre viel höher. Darum ist im Leistungsbereich - Handball Stäfa stellt neben der NLB-Equipe und dem Team in der 1. Liga in allen Elitekategorien von U13 bis U19 eine Mannschaft - die Skepsis gegenüber den Plänen des SHV gross.

Nein zu Saisonabbruch
Doch ein Saisonabbruch wäre aus heutiger Sicht nicht erwünscht. Die Führung von Handball Stäfa will die Teams weiterspielen lassen. Die Variante, welche wohl am meisten Akzeptanz hätte und die am meisten Spielraum für unvorhersehbare Eventualitäten lassen würde, steht leider bisher nicht zur Diskussion: Meisterschafts-Spiele austragen, aber keine Absteiger!

Vorstand des HC GS Stäfa