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Was macht eigentlich....Fabian Pellegrini?

Sonntagnachmittag in der MBS-Arena in Potsdam. In der schmucken neuen Halle in der brandenburgischen Hauptstadt ist Fabian Pellegrini seit dem Sommer zuhause. Der Schweizer U21-Nationalspieler verliess Stäfa nach der letzten Saison und wagte das Abenteuer Deutschland und die steinharte dritte Bundesliga. Nach 7 Spieltagen steht der 1. VfL Potsdam mit nur einem Punkt auf dem letzten Tabellenplatz. An diesem Nachmittag gibt es gegen die Youngsters der SG Flensburg-Handewitt eine unnötige 26:29-Niederlage. Pelle kommt nicht zum Einsatz. Grund war die überragende Leistung seines Kollegen Angelo Grunz, der 18 Paraden zeigte und die Potsdamer mehr oder weniger im Spiel hielt.

Pelle, enttäuscht über den Tabellenplatz oder über die Leistung des Teams?
Natürlich sieht es bitter aus. Wir glaubte, dass wir nach dem Remis beim Leader in Altenholz aus dem Tief gekommen sind, aber heute haben wir 50 Minuten super gespielt, mit zwei Toren geführt, aber dann haben wir wieder zu leichte Fehler gemacht und die Gäste aufgebaut. Natürlich ist es schade, dass ich nicht zum Einsatz kam, doch was willst Du machen, wenn Angelo einen Glanztag erwischt.

Bei den Lakers ist es auch noch nicht so gelaufen, Pedja Milicic ist nicht mehr Trainer. Verfolgst Du die Lakers noch?
Sicher doch. Ich habe mit Lukas Maag regelmässig Kontakt. Ich bekomme alles mit und hoffe, dass sich die Lakers da wieder rausbringen. Das Potential ist ja da.

Wir geht es jetzt weiter mit Deinem neuen Team und mit dir selbst?
Wir kommen da unten wieder raus. Wir sind ein junges Team mit einem jungen Trainer. Wir glauben an uns, haben Spass unter der Woche und wir sind eine Einheit. Was mich persönlich betrifft, möchte ich natürlich mehr Einsatzzeiten bekommen. Ich arbeite jeden Tag an mir und habe mich schon gut auf die deutsche Art Handball zu spielen eingestellt.

Was ist denn der grosse Unterschied zwischen Potsdam und Stäfa?
Es ist Deutschland. Hier wird Handball körperlich betont gespielt. Die Schiedsrichter pfeifen später. Das Spiel ist schnell. Du kommst nie zum Durchatmen. Dann schaue Dir den Sportpark an und diese wahnsinnige Arena. Das ist schon eine andere Welt, die auch in Deutschland ihresgleichen sucht. Wir haben hier alles, trainieren sechsmal die Woche und ich geniesse jeden Tag.

Hast Du die Entscheidung, nach Deutschland zu wechseln, jemals bereut?
Nie, niemals. Ich mache sportlich einen grossen Schritt nach vorne. Ich wohne mit zwei tollen Kollegen in einer WG und möchte ab dem kommenden Herbst an der Technischen Hochschule Brandenburg hier in Potsdam studieren. Ich fühle mich pudelwohl hier und bin mir sicher, dass ich meinen Weg gehen werde. Es ist eine andere Welt und ich bin sehr zufrieden mit dem was ich habe.

In der 16. Ausgabe der NORDKURVE kannst Du mehr über Pelles neues Leben in Potsdam lesen.

Alexander Kuszka